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Aktuelles von Oktober bis Dezember 2000

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23.12.2000:
Nichts Neues an der Front. Training läuft, mit dem Beginn des neuen Jahres werde ich wieder etwas mehr von allgemeiner Athletik auf das Radtraining umschalten, wahrscheinlich sogar Anfang Januar für zwei Wochen nach Gran Canaria fliegen. 

Mein neues, nach meinen Angaben auf Maß gefertigtes Rad für die Saison 2001 nimmt Formen an: Compact-Geometrie, ultrastabil, nicht zu leicht (ca. 1750 gr) und wendig, eher für Rundstreckenrennen und Kriterien ausgelegt. Ich freue mich schon!

Ich wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest, besinnliche und ruhige Feiertage und einen guten Rutsch in das Neue Jahr! Euer Hardi.

 

14.12.2000:
Letzte Woche gab es richtig Hektik: kurzfristig ist eine Einladung zur Costa Rica-Rundfahrt hereingeschneit (16.-29.12.). Billige Flüge habe ich noch gefunden, auch einen Mechaniker, mit dem Veranstalter war auch alles paletti, genügend Rennfahrer waren aber keine so kurzfristig aufzutreiben. Schade, das wäre zwar sehr schwer, aber auch riesig interessant geworden.

Ansonsten läuft alles weiter seinen gewohnten Winterrhythmus: Krafttraining, Radfahren (aufgrund der ungewöhnlich milden Witterung kein Problem), Sponsorensuche. Die allerdings ist mühsam und nur teilweise erfolgreich.

 

30.11.2000:
An allen Grenzen ist Ruh` ...............

Das Krafttraining läuft sehr gut, bei fast allen Übungen habe ich neue Bestleistungen erreicht. Die Sitzfläche ist besser geworden, bis zur endgültigen Abheilung wird es noch sehr lange dauern, da müßte eigentlich eine mehrmonatige Pause her! Entsprechend wenig fahre ich derzeit Rad.

Im November habe ich nur 34 Radstunden, jedoch immerhin schon 16 Stunden Krafttraining absolviert.

 

22.11.2000:
Meine Sitzfläche heilt mir natürlich nicht schnell genug, es gibt jedoch Fortschritte. Von allen Nebenwirkungen einer systemischen Cortisontherapie verspüre ich v.a. eine: Unruhe. Unruhe, daß es mich fast zerreißt, richtig zitterige Hände, Nachtschlaf voll gestört. Gott sei Dank muß ich nicht mehr lange den Segnungen der Schulmedizin frönen ......

Im Krafttraining fängt es wieder an, Spaß zu machen, nachdem die erste Eingewöhnungsphase gelaufen ist. Irgendwie fühlt man sich doch von oben bis unten fit und nicht nur in radtechnischer Hinsicht wie im Sommer.

Von der Sponsorenfront nichts Neues .........

 

17.11.2000:
Lange schon habe ich nichts mehr an dieser Stelle von mir hören lassen, tut mir echt leid. Ich habe die Saison schön auslaufen lassen, noch einige kleine MTB-Touren in den Bergen und etwas Straße gefahren, Umfang und Intensität wurden langsam herabgeführt. Leider habe ich nun wirklich eine richtige Radzwangspause: 

Meine mehrjährigen Sitzprobleme haben sich durch die Bildung einer Fistel so extrem verschärft, daß ich vor der unangenehmen Wahl eines größeren chirurgischen Eingriffs oder einer systemischen, hochdosierten Cortison- und Antibiotikatherapie bei gleichzeitiger Radpause stand. Nun hoffe ich auf baldigen Neuschnee, um mich mit Skilanglaufen fit zu halten, mit dem Krafttraining habe ich bereits begonnen. 

Statt nun in der gewonnenen Zeit nach neun Wettkampfmonaten in einen wohlverdienten Urlaub gehen zu können, gehe ich der unangenehmen Tätigkeit des "Klinkenputzens" nach, neue Sponsoren müssen gefunden werden, um eine neue finanzielle Basis zu schaffen. Und ohne die kann ich die Professionalität und den hohen Leistungsstand auf keinen Fall halten.

 

31.10.2000: Neue Suche nach Sponsoren nötig!
Die letzten fünf Tage war ich mit meiner Frau Martina auf Verwandtschaftstour in der Slowakei. Außer etwas Spazierengehen gab es kein Training, dafür aber reichlich Autokilometer - 2300 davon haben wir zusammengebracht. An der ukrainischen Grenze ist es schon einen Schlag frostiger als bei uns um diese Jahreszeit, die Landschaft - besonders in der Hohen Tatra - aber ist einmalig!

Leider werden nun definitiv am Ende des Jahres mehrere meiner Sponsoren, darunter auch der Hauptgeldgeber, nach Ablauf der Verträge ihre Förderung einstellen. Zwei Jahre Patenschaft ist die normale Förderungsdauer und auch Fluktuation im Radsport, dann sind meist neue Marketingleute und deren neue Konzepte da und alles wird umgemodelt.

Es waren fruchtbare und erfolgreiche zwei Jahre für mich und ich möchte mich ganz herzlich bei den Firmen bedanken. Leider geht nun die mühsame Suche nach Sponsoren wieder von vorne los. Ob man will oder nicht, das beeinflusst einfach die Moral und damit auch das Training.

Radstunden im Oktober: 53.

 

23.10.2000: Ende von Sponsorenpartnerschaften
Seit einer Woche lasse ich es ein bißchen lockerer angehen - aber wenn wir endlich einmal so ein wunderbares Herbstwetter haben, muß man es auch ausnutzen. Und so war ich gestern mit Freunden in den Bergen bei einer MTB-Tour, es war einfach super! So ein goldener Oktobertag gibt wirklich Kraft und Moral.

Und die brauche ich jetzt, denn erwartungsgemäß haben nach zwei Jahren Laufzeit wie meist üblich einige meiner Sponsoren ihr Engagement beendet. Es waren wertvolle Partnerschaften, für die ich mich herzlich bedanke, aber jetzt hänge ich doch wieder etwas in der Luft, werde aber natürlich versuchen, Nachfolger zu finden. Haltet mir die Daumen, das ist hartes Brot!

 

18.10.2000: Saisonende 2000, Kriterium Meckenbeuren
Am Sonntag gab es das letzte deutsche Rennen im Terminkalender, ein Kriterium in Meckenbeuren am Bodensee und alle sind sie gekommen, aus Leipzig, vom Team Köstritzer und und und. Bei nebligen und herbstlich-frösteligen 13°C sind wir auf dem engen Kurs vor Tausenden von Zuschauern gefahren wie die Geisteskranken .............. 48,6-Schnitt!

Ich hatte keine Probleme im Feld und sogar noch Reserven, jedoch wurde wahnsinnig reingehalten, immer zu zweit und zu dritt nebeneinander auch bei Höchsttempo in den Kurven, ein ewiges Gehacke, Gewackel und Ellbögeln, das war nicht meine Welt. 

Schließlich gab es dann noch den schlimmen Sturz, der kommen mußte und in den ich um ein Haar verwickelt wurde (den Hinterreifen habe ich durchgebremst bis auf das Gewebe). Das Feld wurde geteilt, den Anschluß habe nur noch ich geschafft. Zum Schluß bin ich vor, aber es wurde immer hektischer, so bin ich als Feldkacker eingelaufen. 4 h Autofahrt, nerviges Rennen, kein Resultat und schlechtes Wetter - in München hatte es föhnige 22°C ........ wir Rennfahrer sind doch irgendwie doof?

In der Rückschau bin ich mit dieser Saison nicht unzufrieden. 59 Rennen, 13 Plazierungen, davon 9 unter den ersten Vier, ein Sieg. Aus den bekannten Gründen bin ich Einzelfahrer, habe mich aber gegen die Teams ganz gut verkauft, im nächsten Leben möchte ich aber lieber Sprinter als Roller sein.

Fehler habe ich auch gemacht. Nach der Argentinien-Rundfahrt hätte es einer längeren Regenerationsphase bedurft und sechsstündige MTB-Marathons kann man nicht mit Straßenrennen vergleichen, auch da braucht man danach 2 Wochen Pause. So war die erste Hälfte der Saison eigentlich recht mager.

Im Juli habe ich dann von einem Tag auf den anderen umgestellt auf Kriterien und Rundstreckenrennen: viel hinter dem Motorrad trainiert, harte Intervalle und Distanzausschnitte, meist nur einmal pro Woche eine lange Einheit, auch viele Regenerationstage. Das Ergebnis war ein super Lauf über 10 Wochen (bis die Kälte kam): Jedes Wochenende mindestens ein Resultat und eine sehr gute Form.

Jetzt versuche ich noch, meine immer noch gute Form in der südlichen Hemisphäre auslaufen zu lassen. Südafrika und Mittelamerika sind die Ziele im vierten Quartal, ich hoffe, es klappt. Dann könnte ich mir das kalte und nasse Frühjahr hier in Deutschland sparen, das wäre ein Traum!

 

11.10.2000: Rundstreckenrennen Burggen
Vergangenen Sonntag habe ich am Rundstreckenrennen in Burggen teilgenommen, der Regen hat mal für 12 h aufgehört, allerdings hatte es nur 7°C. Die 8km lange Runde gefällt mir gut, wellig mit einem kleinen Berg, eigentlich genau richtig für mich (ich habe dort in den 80ern schon gewonnen). Da es kaum mehr Rennen gibt, war eine sehr gute Besetzung am Start und es wurde recht schnell gefahren. 

Die ersten zwei Gruppen habe ich verpaßt, beim nächsten Zug war ich dann dabei, allerdings konnten wir auch wegen Uneinigkeit nicht nach vorne aufschließen. Zum Schluß bin ich dann abgefahren, da ging aber nicht viel mit blockiertem Motor und so wurde ich im Ziel überrollt, 21.Platz, der 14. wäre möglich gewesen, 12 Preise gab es aber nur. Wenigstens noch einmal richtig belastet.

Die vergangenen drei Tage rolle ich etwas unmotiviert mit meinem Panzer (Winter- und Regenrad) durch die Gegend, leider hat es heuer überhaupt keinen Altweibersommer. Nächsten Sonntag gibt es das letzte Rennen der Saison am Bodensee, recht weite Anfahrt und man wird mich nur dort sehen, wenn das Wetter ok ist!

Bedingt durch das schlechte, kalte und nasse Wetter, sowie den schlammigen Verhältnissen offroad werde ich in 2000 wohl keine allgemeine Saisonabschlußfahrt wie in 1999 organisieren ("Hardis MTB-Tour 1999"), denn es würde wohl kaum einer kommen. Frühestens könnte es sowieso erst am 21./22.10. stattfinden und dann wird es schon reichlich spät (vielleicht kann man dann schon Skilanglaufen?).

 

5.10.2000:
Früh beginnt heuer das Ekelwetter ........ Bei Temperaturen um die 10°C und Regen bzw. Nebelnässen geht die Moral doch deutlich in den Keller. Das Schlimme ist dabei, daß ich noch recht gute Form habe, diese aber bei solchen Bedingungen traditionell einfach nicht umsetzen kann, bei Kälte und Nässe machen bei mir die Muskeln einfach zu. 

So habe ich ein bißchen das Gefühl, daß mir etwas verloren geht, einige weitere gute Plazierungen oder vielleicht sogar ein Sieg? Egal, ich versuche jetzt noch bei einigen Rundfahrten im warmen Teil der Welt dabei zu sein, ansonsten haue ich hier in Deutschland ab dem 15. Oktober ein Ei über diese Saison!